Posts tagged ‘Fraport’

17. August 2012

Nachtflugverbot – Das Urteil

Dass jeder genau das aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts heraus liest, was ihm grade passt, ist eigentlich klar. Am dreistesten geht allerdings Fraport-Boss Schulte vor:

Für Flughafenbetreiberin Fraport bringt das Urteil klar zum Ausdruck, dass durchschnittlich 133 planmäßige Flüge gestattet seien.

Wo das Gericht von 133 Flugbewegungen in den Nachtrandstunden spricht – die, nebenbei bemerkt für Kinder mitten in der Nacht liegen! – betont Schulte das Wort „durchschnittlich“. Was aus seiner Sicht nichts anderes bedeutet, als dass es selbstverständlich mehr sein können.
Man fragt sich unwillkürlich, wie lange man sich eigentlich von solchen Menschen noch ins Gesicht spucken lassen muss und

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11. August 2012

Die Job-Motor-Lüge

Nach Fraport Angaben sind ca. 70.000 Arbeitnehmer am Flughafen tätig, wobei dies auch die Mitarbeiter aller dort angesiedelten Dienstleistungs-und Logistikunternehmen, Hotels, Restaurants und Einzelhandelsgeschäfte umfasst, wobei einige dieser Unternehmen aber überhaupt nichts mit dem Airport Business zu tun haben ( z.B. die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ( 2000 Mitarbeiter) und die Dell GmbH ( 600 Mitarbeiter) ).

Die Arbeitsplätze am Frankfurter Flughafen machen ca. 2,4 % der Arbeitsplätze im Rhein-Main-Gebiet aus. Berücksichtigt man, dass am Flughafen 1999 bereits ca. 61.000 Mitarbeiter tätig waren, kann vom „Jobmotor Flughafen“ bei jährlichen Wachstumsraten bei den Arbeitsplätzen von ca.1,15 % keine Rede sein. Da die Planfeststellungsbehörde selbst im Falle des Nichtausbaus des Flughafens einen Anstieg der Arbeitsplätze auf 76.000 bis 2015 prognostizierte, droht auch kein Wegfall von Arbeitsplätzen bei Schließung der Nordbahn. Letztlich können massive Gesundheitsbeeinträchtigungen wie sie vom Fluglärm ausgehen auch nicht durch die Schaffung von Arbeitsplätzen gerechtfertigt werden.

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5. August 2012

„Provinzflughafen“???

Handelsblatt: Flughafen FrankfurtFraport beantragt höhere Gebühren für laute Flugzeuge

04.08.2012, 16:29 Uhr

Laute Flugzeuge sollen am Frankfurter Flughafen von Januar an höhere Gebühren für Starts und Landungen zahlen. Außerdem rechnet der Flughafenbetreiber Fraport mit einem Passagierwachstum in Frankfurt.

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3. August 2012

Fehlallokation von Mitteln – Controlling beim Umwelt- und Nachbarschaftshaus?

Norah-Studie Fluglärm: Ärzte fordern Abbruch der Fluglärmstudie – sofort

(Frankfurter Rundschau)
€ 7.000.000.- (in Worten: SIEBEN MILLIONEN!) gibt die Alibiveranstaltung „Umwelt- und Nachbarschaftshaus“ für eine Studie aus, die „Forschungslücken“ füllen soll. Dass Fluglärm gesundheitsschädlich ist, weiß man schon länger. Nur bei Herrn Lanz, der sich auf „mehrere Ethikkommissionen“ beruft, die das Verschleudern von Geldern angeblich befürworten (Wer sind diese Leute? Verdienen die an der Studie?) scheint das noch nicht so wirklich angekommen zu sein.

Diese sieben Mios – die eh zum Großteil von der Fraport und der Luftverkehrswirtschaft kommen, wie man annhemen darf – sollten besser zur  Verbesserung des aktiven Schallschutzes verwendet werden: Stichwort „Flugzeuge auf und von der Rollbahn schleppen“!

26. Juli 2012

Erster Stadtrat: „Schluss mit dem Gejammer! Zehn Minuten Lärm sind zehn Minuten zuviel.“

Diese klare Ansage zu den Bemühungen der Luftverkehrswirtschaft, das Nachtflugverbot auszuhöhlen, kommt leider nicht von Kurt Linnert, von dem nan nicht so recht weiß, was er eigentlich tut, außer sich regelmäßig fürs Käseblättchen ablichten zu lassen, sondern von Franz-Rudolf Urhahn aus Mörfelden-Walldorf. Der noch einen weiteren Punkt hat:

Die Fraport brüstet sich – trotz Nachtflugverbot – mit einem Passagierrekord und auf der anderen Seite wird behauptet, dass der Frankfurter Flughafen zum Provinzflughafen verfällt, wenn das Nachtflugverbot nicht aufgeweicht wird.

Dass da irgendwas nicht zusammen geht, dürfte selbst härtesten Ausbaubefürwortern einleuchten. Selbst die Schwarz-Gelben aus Wiesbaden

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23. Juli 2012

Ziehen Sie hierher, Herr Kaden!

Je weiter Einer von Fluglärm entfernt lebt, desto größer wird sein Verständnis für die Forderungen der Luftverkehrswirtschaft nach einem Aufweichen des Nachtflugverbots: Dieter Kaden, Chef der Flugsicherung in Langen, hat sich mit seiner Forderung nach „mehr Flexibilität bei den Abflügen am Abend“ auf die Liste der Minusmänner der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung geschossen: Er lebt im idyllischen Städtchen Bad Dürrheim

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21. Juli 2012

Das verrückte Weltbild des Dr. Schulte

wird hier kurz grade gezogen:

Fragen von Prof. Dr. med. Rolf Zander, Gegenwind 2011 Rhein Main e.V an den Vorstandsvorsitzenden der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte

Sehr geehrter Herr Schulte,
Ihre wiederholte Argumentation zum Nachtflugverbot, wiedergegeben in der Allgemeinen Zeitung Mainz (30.06./ 14.07.12), ist abwegig. Die Fraport steht bei Ihnen für Allgemein- und die Fluglärmgegner für Partikularinteressen, also staatstragend gegen egoistisch, so einfach ist das, aber nur bei Ihnen.

Dieses Schulte-Weltbild ist zu hinterfragen:
1. „Der 115. Deutsche Ärztetag 2012 fordert den Bundesrat,

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20. Juli 2012

„Anschlag auf das Nachtflugverbot“

hr-Landtagskorrespondent Christoph Scheffer (Bild:  hr)Vergrößern

hr-Landtagskorrespondent Christoph Scheffer

Airlines und Fraport wollen flexiblere Nachtflugzeiten. Unverschämt sei das – und ein Anschlag auf das Nachtflugverbot, kommentiert hr-Korrespondent Christoph Scheffer.

27. Februar 2012

Wundert sich jemand?

Wundert sich jemand?