Archive for ‘Wirtschaft’

27. Februar 2012

Wundert sich jemand?

Wundert sich jemand?

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24. August 2010

Datenkrake Google – Streetview in Kelsterbach

Kelsterbacher – willst Du für jeden Werbetrottel sichtbar sein? Google hat angekündigt, seinen Internet-Dienst „Streetview“ in Deutschland zu starten.

Die Intention von Google ist klar.  Es geht denen keineswegs darum, den Menschen einen nützlichen Dienst zu erweisen. Es geht darum, für Werbetreibende interessant zu sein und Milliarden Dollars an Werbeeinnahmen einzutreiben. Denn die Werbekunden von Google ziehen Vorteile aus der Kenntnis, wer wo wohnt und wer wo sein Geschäft betreibt.

Damit werden potenzielle Zielgruppen für Werbung leichter

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25. April 2010

Kleine Freuden

Tulpen - klar, oder?

Früher sah ich die Arbeit im Garten des elterlichen Anwesens als lästige Pflicht und zeitraubende, anstrengende Arbeit an. Das hat sich geändert. Heute tut es mir Leid, dass ich nicht mehr Zeit habe, mich um diesen Garten zu kümmern, aber er liegt leider 300 km weit im Süden und so bedarf es sorgfältiger Koordination unter Brüdern, um den Garten in Schuss zu halten. So gut es eben geht. Es könnte besser sein,

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23. Dezember 2009

Greenwashing

nennt man es, wenn Unternehmen, die allgemein als „Umweltsäue“ eingeschätzt werden, sich ein besonders „grünes“ Image geben wollen. Manche Unternehmen sind dabei so glaubwürdig, dass selbst ein Blatt wie die BILD, die sonst jede Lüge druckt, ihre Texte nur als bezahlte Anzeige annimmt:

17. November 2009

Hofgut Klaraberg – Abriss hat begonnen

Allen Bemühungen zum Trotz, wenigstens eine so genannte archäologische Notgrabung am Klaraberg zu erreichen, lässt die Fraport seit ca. einer Woche den altehrwürdigen Klaraberg platt machen.

Das Wohnhaus ist bereits entkernt:

So endet eine wechselvolle, 700-jährige Geschichte

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7. November 2009

Obama: Yes, we can!

DIE LINKE: Why can’t we?

Christiane Böhm, Kreisvorsitzende GG:

„Wir können uns nicht darüber freuen, dass wir Recht hatten. Wir haben immer gefordert, dass der Bund und die Länder mit Opel-Werken die Mehrheit an dem Unternehmen übernehmen, so wie es die US-Regierung bei General Motors getan hat. Nur so können die Arbeitsplätze langfristig erhalten und der Umbau von Opel zu einem ökologischen Mobilitätskonzern gestaltet werden. Dass die Opel-Beschäftigten und ihre Familien jetzt wieder vor einer ungewissen Zukunft stehen, verdanken sie dem sturen Beharren der Bundes- und Landesregierungen auf ihrer neoliberalen Ideologie, die staatliche Eingriffe in die Wirtschaft als kommunistisches Teufelswerk verurteilen, außer es geht darum Banken zu retten. Und es erweist sich als schwerer Fehler, dass einmal mehr Steuergelder ohne Sicherheit zur Verfügung gestellt wurden und man jetzt nur hoffen kann, dass diese fristgerecht zurückgezahlt werden. Jetzt kommt es auf die Beschäftigten an, die ihre Positionen und Forderungen gegenüber Politik und Management deutlich und unüberhörbar darstellen müssen.“

Wieder einmal offenbart sich ein grundlegendes Missverständnis zwischen us-amerikanischer und deutscher Politik. Während die Amerikaner pragmatisch handeln und sich bei der Lösung konkreter Probleme nicht um ideologische Positionen scheren, opfert die deutsche Politik notfalls Zehntausende Arbeitsplätze der gerade vorherrschenden Wirtschaftsideologie.

Typisch deutsch: Im Grundsatz fest, auch wenn’s in die Katastrophe führt!

6. November 2009

So flüchte man sich unter Kaiser Karls Obhut

Wenn Glauben und Treue aus der ganzen Welt vertrieben und flüchtig wären, so will ich sie beherbergen.

Karl V., (1500 – 1558), spanischer König, römischer Kaiser

Via Ferdi
bild0611Die Schlagzeile, die Schulte von BLÖD gewidmet wird, strotzt nur so von Dummheit und Arroganz. Wer soll hier – übrigens mit einem Zitat des Kaisers Karl V., das keineswegs die Hofschranze von der BLÖD erfunden hat – beeindruckt werden?

Es ist doch wohl eher so, dass mit solchen Nachrichten die Aktionäre beruhigt werden bis positiv gestimmt werden sollen von einer Firma, die finanziell voll im Risiko steht und jederzeit von der Börse abgestraft werden kann: Lass‘ draußen an der Landebahnbaustelle drei, vier „Bomben“* hochgehen und der Fraport-Kurs geht direkt in den Keller…

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1. November 2009

Fraport wirbt verzweifelt um Mieter und Investoren

Die Lage muss Ernst sein bei den für die Vermietung von Flächen Verantwortlichen. Gestern erschien eine fette Anzeige im Immobilienteil der Frankfurter Rundschau, die diesen Umstand jedem, der lesen kann, verdeutlicht:

Dokument der Verzweiflung

Selbstverständlich würden die Verantwortlichen bis rauf zu Schulte niemals zugeben, dass sie bis zum Hals in der Scheiße stecken unter enormem finanziellen Druck stehen, aber leider kann man es aus dieser Anzeige herauslesen.

Genauso, wie man es Auskünften von Kelsterbacher Immobilienbesitzern entnehmen kann, an denen die Fraport interessiert ist. Allerdings nicht zu annehmbaren oder wenigstens Verkehrspreisen, sondern zu Dumpingkonditionen.

Das Auftreten der Fraportleute wird als „überheblich“, „arrogant“ und „anmaßend“ beschrieben.

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27. Oktober 2009

Globalisierung vs. Protektionismus mal anders

Das Märchen von Kleinhausen oder: Warum Kelsterbach keinen vernünftigen Schuster und  kein Kurzwarengeschäft hat.

Via Annerose Tanke

Ein Märchen von Gebruder Fritz Loindl

Es was einmal ein kleines Dorf namens Kleinhausen. Dort lebten ein Bauer, ein Bäcker, ein Schneider und ein Schuster. Es was ein schönes kleines Dorf und alle lebten glücklich, und jeder hatte, was er brauchte. Der Bauer kaufte Brot vom Bäcker, dafür kaufte der Bäcker dem Bauern das Getreide ab. Beim Schneider wurden die Kleider gekauft und er kaufte dafür Milch vom Bauern, Brot vom Bäcker und Schuhe vom Schuster. So wurde alles in Kleinhausen gekauft und getauscht und alles funktionierte.

Da kam es aber, dass es im großen Nachbarort Großhausen eine große Bäckerfirma gab. Diese hatte schon alle Bäckereien dort aufgekauft. Alle Bauern in Großhausen konnten nur dem einen Bäcker ihr Getreide verkaufen, dieser gab ihnen aber nur den halben Preis für ihr Getreide, darum konnte dieser Bäcker auch billiges Brot erzeugen. Auch zahlte diese Firma ihren Arbeitern nur wenig Geld.

Nun geschah es, dass der Schneider von Kleinhausen zu sich sagte: Da kann ich mir doch etwas sparen wenn ich mein Brot

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21. Oktober 2009

Da schau her: Jack Wolfskin in Idstein

Immer wieder meinen große Unternehmen, kleine Hersteller, Händler, oder auch Blogger abmahnen zu müssen, weil sie angeblich deren Rechte verletzen.

In die Phalanx dieser Unternehmen hat sich nun auch der Idsteiner Hersteller von Outdoor-Kleidung „Jack Wolfskin“ eingereiht. Er ließ Näherinnen und Stickerinnen, die ihre Ware mit Katzenpfötchen verzierten Abmahnungen zukommen mit einer anwaltlichen Kostennote jeweils in Höhe von ca. 1000 Euro.

Begründet wird dieser Schritt mit dem Schutz ihrer Markenrechte. Dass sie dabei unter Umständen Existenzen vernichten, ist den Anwälten des Unternehmens wie wohl auch dem Unternehmen selbst, egal. Dass es statt einer Kosten bewehrten Note vom Anwalt vielleicht auch ein freundliches Mail oder Schreiben getan hätte, ist den Idsteinern offenbar nicht in den Sinn gekommen.

Wie diese Skrupellosigkeit mit dem sich selbst gegebenen, sauberen Image von JackASS Wolfskin zusammen gehen soll, ist ein Rätsel und wird wohl auch eines bleiben.
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Eines aber bleibt kein Rätsel: Der Autor dieser Zeilen wird in Zukunft um die Marke mit der Wolfstatze einen großen Bogen machen, selbst wenn sie bei KiK verramscht werden sollte und regt den kritischen Verbraucher an, sich Gedanken zu machen, welcher Marke er beim nächsten Outdoor-Klamottenkauf den Vorzug gibt, wenn’s denn überhaupt eine „Marke“ sein muss.

Mehr Informationen zum Fall Jack Wolfskin finden sich hier, auf Spiegel Online und ganz allgemein hier.