Archive for ‘Bundestagsabgeordneter GG’

10. Juli 2012

Herr Bundestagsabgeordneter Dr. Franz-Josef Jung!

(Das „Sehr geehrter“) spare ich mir. Warum, das werden Sie gleich erfahren.

Sie sind der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete meines Wahlkreises und darüber hinaus Mitglied im Innenausschuss des Parlaments, mithin – wie es in den Bestimmungen steht, nur Ihrem Gewissen verpflichtet.

Zu diesem, Ihrem Gewissen hätte ich mal ein paar Fragen. Es geht, Sie ahnen es vielleicht schon, um das neue Meldegesetz, das nicht nur in skandalösen 57 Sekunden durch das Parlament gepeitscht wurde, sondern unter Ihrer Beteiligung als Mitglied des Innenausschusses „in letzter Sekunde“ dahin gehend geändert wurde, dass das Kelsterbacher Meldeamt meine Daten verkaufen darf, ohne mich vorher um Erlaubnis zu fragen. Wenn ich das nicht will, muss ICH per Formular ausdrücklich widersprechen. Das, Herr Dr. Jung, ist ein Skandal!

Damit erklären Sie meine höchst persönlichen Daten zum Privatbesitz der Stadt Kelsterbach, mit denen sie machen kann, was sie will. Sie kann meine Daten an den hinterletzten Eierdieb verkaufen, sofern der nur genug Geld bietet.

Für die Stadt Kelsterbach wäre das vielleicht ein einträgliches Nebengeschäftchen und für den Eierdieb eine lohnende Sache. Mich aber degradieren Sie zur handelbaren Ware und kümmern sich einen feuchten Kehricht darum, ob ich mit Werbemüll zugeschüttet, mit unerwünschten Anrufen zu jeder Tages- und Nachtzeit belästigt werde.

Damit nehmen Sie mir das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, Herr Dr. Jung! Ich darf nicht mehr selbst entscheiden, welches Unternehmen welche Daten von mir bekommt. Das bestimmt in Zukunft die Stadt Kelsterbach. Vielen Dank auch!

Und nun zu Ihrem Gewissen, Herr Bundestagsabgeordneter und Innenausschussmitglied: Von wem sind Sie in den Bundestag gewählt worden? Von Unternehmen, die mit Daten handeln? Von Unternehmen, die keinerlei Kontrolle unterliegen im Umgang mit den Daten der Bürger Ihres Wahlkreises? Wenn Sie das nächste Mal Kelsterbach besuchen und „Bürgernähe“ simulieren,

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28. November 2009

Merkels Berlin ist nicht Kochs Wiesbaden. Oder am Ende doch?

Das Verhalten Jungs steht beispielhaft für die hessische CDU-Polit-Kamarilla.

„Gott sei Dank!“, möchte man als Stoßgebet zum Himmel schicken. Denn sonst klebte der politisch verantwortliche, ehemalige Verteidigungsminister in Berlin noch immer an seinem Stuhl als Arbeitsminister. Uneinsichtig genug hat er sich gestern gezeigt. „Mutti“ (wie Merkel koalitonsintern genannt wird) musste Jung klar machen, dass er nicht mehr zu halten ist und dass er zu gehen habe. Er ging. Ohne Entschuldigung, ohne Schuldbewusstsein. Aber „Mutti“ ist eben nicht ganz Koch. Und deshalb steht der Groß Gerauer CDU-Bundestagsabgeordnete Jung jetzt nicht in der Ecke und schämt sich ein wenig, sondern  im Aus. Vollkommen zu Recht.

Doch in Wiesbaden wäre das nicht passiert. Da hätte Koch mit „seinem Freund“ Jung, der schon einmal – in der CDU-Spendenaffaire – den Kopf für ihn hingehalten hat „die Sache“ (mindestens 140 Tote, darunter Kinder

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