Anschwellend und abschwellend – in der Fraport-Interpretation

Bisher gingen die Meisten davon aus, dass der Fluglärm zwischen 22 und 23 Uhr abschwellen und zwischen 5 und 6 Uhr anschwellen soll. So dass den Menschen (sind Kinder keine Menschen?!) zur Nacht hin und in den Morgen hinein etwas mehr Ruhe gegönnt sei.

Das scheint ein fundamentales Missverständnis zu sein. Die Fraport interpretiert das „Konzept vom ab- und anschwellenden Fluglärm“ vollkommen anders.

In ihrer täglich geübten Praxis setzt der Lärm schlagartig um 4.45 Uhr ein, dröhnt durch bis etwa 9 Uhr, um dann langsam abzuschwellen. Abends ist bis 21.30 Uhr relative Ruhe, aber dann schwillt der Lärm an, erreicht seinen infernalischen Höhepunkt kurz vor 23 Uhr, um dann ganz, ganz langsam bis Mitternacht und darüber hinaus abzuschwellen.

Ob das im Sinne der Mediation ist und so vom Bundesverwaltungsgericht Leipzig gemeint war, darf wohl bezweifelt werden. Aber so lange Leute wie Bouffier, Schulte und Roth – wie auch die tollen Frankfurter Grünen  – friedlich in ihre Betten furzen können, wird sich wohl niemand an die Buchstaben des Gerichts halten und das Urteil wahrheitsgemäß umsetzen.

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