Nachtflugverbot – Das Urteil

Dass jeder genau das aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts heraus liest, was ihm grade passt, ist eigentlich klar. Am dreistesten geht allerdings Fraport-Boss Schulte vor:

Für Flughafenbetreiberin Fraport bringt das Urteil klar zum Ausdruck, dass durchschnittlich 133 planmäßige Flüge gestattet seien.

Wo das Gericht von 133 Flugbewegungen in den Nachtrandstunden spricht – die, nebenbei bemerkt für Kinder mitten in der Nacht liegen! – betont Schulte das Wort „durchschnittlich“. Was aus seiner Sicht nichts anderes bedeutet, als dass es selbstverständlich mehr sein können.
Man fragt sich unwillkürlich, wie lange man sich eigentlich von solchen Menschen noch ins Gesicht spucken lassen muss und wann der im idyllischen Taunus residierende Herr eine angemessene Antwort bekommt.

Der Sprecher der Bürgerinitiativen gegen Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet, Berthold Fuld, wies darauf hin, dass es zum Beispiel in Frankfurt Sachsenhausen morgens von 5 bis 6 Uhr lauter ist als im Tagesdurchschnitt. Fuld fühlt sich in seiner Vermutung bestätigt, dass „das Gericht nicht die Bürger vor der Willkür der Obrigkeit schützt, sondern sich zum Handlanger der Obrigkeit macht.“

Dieser „Obrigkeit“ sind nicht nur CDU und FDP hörig und willige Vollstrecker ihrer Interessen, sondern auch SPD und Grüne: Sie alle haben diese verdammte Landebahn zu verantworten.

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