„Die Gier hat gesiegt – Charaktertest nicht bestanden“

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Was die bürgerliche, den Banken sicher nicht abholde FAZ am 02.08.2012 einer ihrer Kernzielgruppen ins Stammbuch geschrieben hat, ist vernichtend.

Die Frankfurter Rundschau berichtet, dass allein 10.000 Schweizer Bankster befürchten müssen, entweder in den USA selbst oder im Ausland fest genommen und in die USA ausgeliefert zu werden.

Aber es sind nicht nur Schweizer Banken, die „Dreck am Stecken“ haben: Die italienische Unicredit, die spanische Santander, die britische Lloyds, die schottische RBS, die französische Société Générale und – immer dabei – die Deutsche Bank haben sich nicht nur bekleckert, sie stecken bis über beide Ohren im Sumpf.

Diese Bankster sind so verdorben, dass es wohl mehrere Generationen dauern und einen radikalen Gesinnungswechsel brauchen würde, bis man diesen Leuten wieder vertrauen könnte.

Allein, von einem irgendwie gearteten Wandel ist in dieser Branche keine Spur zu erkennen: Da wird  – angeblich – reuevoll geweint, man sei vom rechten Weg abgekommen wie es der Chef der HSBC vor Kurzem tat. Oder es wird einfach geschwiegen wie es die Deutschbankster tun. Oder es fließen ein paar Hundert Millionen Dollar und die  „Sache“ ist aus der Welt. – Sie machen einfach weiter: Kriechen den einen in bis zum Anschlag  in den Mastdarm, lassen andere eiskalt abblitzen und verdienen Milliarden.

Es braucht schon eine besondere charakterliche Disposition, um einen solchen Beruf ausüben zu können. Schonmal „American Psycho“ von Bret Easton Ellis gelesen? Da lernt der Normalo, sich zu ekeln.

Aber selbstverständlich: sie sind nicht alle so…

 

 

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One Comment to “„Die Gier hat gesiegt – Charaktertest nicht bestanden“”

  1. Der Typus des ehrbaren Kaufmanns, der in der Vergangenheit wohl noch verstärkt im Bankenwesen eine Rolle gespielt haben dürfte, scheint abgemeldet.
    Profitgier, Arroganz und Ignoranz gepaart mit krimineller Energie auf allen Ebenen sind nun die Maßstäbe. Globalisiertes Missmanagement im Bankenwesen, dazu Manipulationen und die Mitverantwortung für das Entstehen der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise.
    Ich kann diejenigen immer besser verstehen, die weitere Milliardentransferierungen innerhalb der EU im 2- oder 3-stelligen Bereich ablehnen. Diejenigen, die von diesen Zahlungen profitieren sind nicht die Bedürftigen, die (wie z.B. in Griechenland) sich selbst Grundlegendes, wie z.B. Arznei nicht mehr leisten können, sondern Banken, die uns das Schlammassel erst eingebrockt haben. Banken werden auch diejenigen sein, die als (wahrscheinlich) einzige gestärkt aus der Krise herauskommen, da sie priorisiert bedient werden (to big to fail). Höchste Zeit für klare und restriktive Regelungen bzgl. Finanzprodukte und deren spekulativem Handel, Trennung von klassischem Bank- und Investmentbereich und Verkleinerung von Instituten.

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