Schulte, Kaden, Kratky: Nachtflugverbot – der Nächste bitte!

Das Getrommel für noch mehr Fluglärm und die Aufweichung des Nachtflugverbots geht weiter. Heute darf in der Frankfurter Rundschau der Lufthansa-Passagier-Vorsteher Kay Kratky ran und sein krudes Verständnis vom Respekt vor der Rechtsprechung deutscher Gerichte darlegen.

Wie könnte eine flexiblere Lösung aussehen?
Jedes Flugzeug, das bis zu einer vordefinierten Zeit seine Parkposition verlassen hat, sollte grundsätzlich eine Startgenehmigung erhalten. Dabei sollte es gleichgültig sein, welchen Grund die mögliche Verspätung hat. Bei schweren Störungen wie Gewitter, Schneefall oder Nebel muss dann auf Basis von Einzelanträgen entschieden werden.

Im Extremfall könnte das aber dazu führen, dass nach 23 Uhr noch 20 oder 30 Flüge starten?
Ja. Das wird jedoch die Ausnahme bleiben, etwa bei extremen Wetterlagen wie den schweren Gewittern in den vergangenen Wochen. Aber eine solche Regelung würde für alle Beteiligten eine verlässliche Planungsgrundlage schaffen.

Dass der Mann hier dummes Zeug redet und Sachverhalte anführt, unter denen sowieso schon Ausnahmegenehmigungen erteilt werden, ist ihm vor Freigabe des Interviews offenbar nicht aufgefallen. Das Gebrabbel in voller Länge  gibt’s als PDF zum Download hier oder online bei der Frankfurter Rundschau.

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2 Kommentare to “Schulte, Kaden, Kratky: Nachtflugverbot – der Nächste bitte!”

  1. Wir reden hier wirklich von einem absurden Theater, dessen Inszenierung neben der zu Recht angesprochenen nicht vorhandenen Respektlosigkeit gegenüber Gerichtsentscheiden auch folgende Grundstrategie zu offenbaren scheint:
    Man plane in Bezug auf die Organisation und Koordination von Landungen und Startvorhaben dergestalt, dass zu wenige Pufferrandzeiten vorgesehen werden, so dass vorrangig mit dem Gutfall gerechnet wird, in dessen Rahmen dann auch alle Flugbewegungen planmäßig vonstatten gehen können. Es werden hierbei somit ganz bewusst Szenarien provoziert, bei denen Maschinen, die um wenige Minuten verspätet startbereit sind, keine Starterlaubnis mehr erhalten. Nun wird gefordert, dass diese doch noch auch im Zeitfenster des Nachtflugverbots ein Startrecht erhalten sollten.
    Die eigenen Fehlplanungen sollen wohl als Argument herhalten, das Nachflugverbot aufzuweichen? Das ist schlichtweg Hohn und offenbart schon eine besondere Note von Arroganz und Ignoranz seitens Fraport.
    Zumal könnte, falls den Forderungen von Herrn Kratky Recht gegeben würde, Fraport gezielt Flieger reihenweise wenige Minuten vor 23:00 Uhr von der jeweiligen Parkposition rollen lassen, um dann in aller Ruhe einem nach dem anderen ein Startrecht auch deutlich nach 23:00 Uhr zu erteilen.
    Absurdes Kasperletheater aus Frankfurt…

    • So ähnlich stellt Kratky sich das wohl vor: Um 22:59 rollen sie ganz langsam los und starten dann eine nach der anderen von der Center-Bahn bis 24:00.

      Ich würde das nicht als Kasperletheater verharmlosen. Denen ist es todernst mit der Geschichte.

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