Haben sie Euch gefoppt, Freie Wähler?

Gestern fragte Karlheinz G. Niess in der Frankfurter Neuen Presse, ob die neue Koalition aus SPD und Freien Wählern wohl halten werde, wenn der kommende Bürgerentscheid über den zweiten Hauptamtlichen Stadtrat zu ihren Ungunsten ausginge.

Darüber lässt sich nun trefflich spekulieren. Zumal die Freien Wähler es vorziehen, zu diesem Thema zu schweigen. „Eins ist klar, die Bürger mit Migrationshintergrund schließen sich jetzt zusammen“, wie Goy vor Wochen meinte.  Das erscheint bei Weitem nicht so klar, angesichts dessen, dass offenbar viele Mitbürger ausländischer Herkunft für den Bürgerentscheid unterschrieben haben.

Wollen die Freien Wähler sich nicht nur lächerlich, sondern komplett unglaubwürdig machen, spielen sie jetzt die „Fremdenfeindlichkeitskarte“, wie Goy bereits insinuierte. Mit welcher Argumentation aber wollen sie weitere Bürger für sich gewinnen in einer Stadt, deren Finanzkraft nachlässt und sich einen zweiten Hauptamlichen Stadtrat nicht leisten kann? Die Freien Wähler Kelsterbach stecken also in einem Dilemma, denn ihre eigene Klientel (7,7% bei der letzten Kommunalwahl) dürfte nicht ausreichen, um einen Bürgerentscheid zu gewinnen.

Genauso unglaubwürdig würden sie sich machen, wenn sie die neu formierte Koalition nach einem erfolgreichen Bürgerentscheid und ohne Pöstchen verließen. Bleiben sie allerdings in der Koalition, sind sie tatsächlich nichts anderes mehr als bloße Handheber für die SPD. Was sie ja eigentlich jetzt schon sind, wie Jürgen Zeller betonte: „Der Koalitionsvertrag ist 100% SPD“. Und das kann ehrgeizigen Jungpolitikern wie Goy und Isikli nicht gefallen, zumal sie sicherlich ihrer Klientel Versprechungen gemacht haben, die sie dann nicht halten können.

Hoch spekulativ ist natürlich der Gedanke, dass es die SPD selbst war, die von Anfang an einkalkuliert hat, dass es nach Bekanntwerden der Koalitionspläne zu einem Bürgerbegehren kommen würde. Für so gerissen hält den alten Fuchs nun wirklich niemand….

Karlheinz G. Niess liegt richtig, wenn er fest stellt: „Es bleibt politisch spannend in der kleinen Stadt am Untermain.“

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