Archive for Juli, 2012

31. Juli 2012

Washington, London, Paris, Madrid, Rom, Berlin – Zeit zu handeln!

Was haben Jens Hilscher (Brandeis University) und Mungo Wilson (University of Oxford), Jie He (University of Georgia), Philip Strahan und Jun Qian (Boston College), Jess Cornaggia (Indiana University), Manfred Gärtner und Björn Griesbach (HSG St. Gallen), gemeinsam? Richtig: Sie alle haben sich wissenschaftlich mit dem Werken und Wirken der Rating-Agenturen S&P, Moody’s und Fitch beschäftigt. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist nicht nur katastrophal für die Herren der Ratings, sondern sollte finaler Impuls für die Politik sein, dem Treiben dieser Leute einen Riegel vorzuschieben: Selbst jetzt behaupten diese Gangster noch, sich nichts vorzuwerfen zu haben: „Unsere Ratings haben nicht zur Krise beigetragen“, sagte ein Moody’s-Sprecher. „Strukturelle wirtschaftliche Probleme bilden die Ursache für die Krise“.

Im folgenden ein Text der – jeglicher linker Umtriebe oder gar Sympathien für keynesianische Ideen unverdächtigen – „Wirtschaftswoche“:

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31. Juli 2012

Lerne klagen, ohne zu leiden

Hohe Treibstoffkosten belasten Europas Airlines. Als nächstes wollen die Krawallbrüder nicht nur keine Steuern auf ihren Sprit bezahlen wie es jeder andere Transportunternehmer muss, nein: sie werden auch noch Subventionen vom sonst so verhassten Staat fordern…

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31. Juli 2012

Sauerei

das.

31. Juli 2012

Stupend eindimensional: Milton Friedman

„So gerne betrieben sie [die Volkswirte] eine Naturwissenschaft, doch ist Wirtschaft leider keine Natur. Für eine Geisteswissenschaft gebricht es schon an der ersten Silbe.“ (Tom Schimmeck).
Dass diese These keine ist, sondern ein Faktum, beweist ein denkwürdiges Interview, das Milton Friedman dem amerikanischen Sender PBS im Januar 2000 gab. Ebenso erschreckend wie aufschlussreich seine Aussagen zur chilenischen Militärjunta…

30. Juli 2012

Der Mentor der chilenischen Schlächter

Er wäre heute 100 Jahre alt geworden. Hätte er Physik oder Chemie studiert, er wäre ein guter Waffenenschmied geworden. Aber auch als Ökonom entwickelte er eine äußerst wirksame  Massenvernichtungswaffe: den Monetarismus. Bevor daraus die Reaganomics und der Thatcherismus wurden, probierte er im „Labor“ aus, wie die Waffe wirkt, in Chile ab 1973, wo er ideale Bedingungen vorfand: Eine brutale Militärdiktatur aus Mördern und Halsabschneidern, die keine Skrupel und kein Mitleid kannten. Und er war stolz auf die Wirkungsweise seiner Ökonomik – Milton Friedman.

Das Auge des Hurrikans: Milton Friedman und der globale Süden

Die Menschen des globalen Südens werden Professor Friedman von der Chicagoer Universität als das Auge eines menschgemachten Hurrikans in Erinnerung behalten – eines Hurrikans, der eine Schneise der Verwüstung durch ihre Ökonomien schlug. Noch lange werden sie den Namen Friedman

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30. Juli 2012

Finanzmarkttaliban das Handwerk legen

Zeit Online zur Studie der HSG St.Gallen über Fitch et al.:

Gärtner fordert, die Rating-Agenturen stärker zur Verantwortung zu ziehen. „Sie betreiben teilweise Rufmord“, sagt er.

Der Volkswirt will daher Staaten vor Gericht ein Klagerecht wegen Geschäfts- und Rufschädigung einräumen. Streitwert wären mindestens die zusätzlichen Zinskosten, die ein betroffenes Land durch eine Herabstufung habe. „Die Agenturen müssten ihr Vorgehen erläutern und darlegen, dass sich ihr Rating durch die Situation vorder Herabstufung rechtfertigen lässt – nicht durch das, was nachher entstanden ist, denn dazu tragen sie ja über die Selbsterfüllung ihrer Ratings selbst bei“, sagt Gärtner. Er verweist

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29. Juli 2012

U-Boote im Finanzkrieg gegen die Eurozone

Nach der Finanzkrise 2008 haben Rating-Agenturen laut einer Studie der Universität St. Gallen (HSG) die Kriterien für die Schuldnerqualität von europäischen Staaten verschärft und damit eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt. „Viele europäische Länder wurden seit 2008 mit anderen Maßstäben beurteilt als früher und auch anders als andere Länder heute noch behandelt werden“, sagte HSG-Professor Manfred Gärtner am Freitag. „Es ist schwer zu glauben, dass das ein Zufall ist“. Die drei großen Rating-Agenturen

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27. Juli 2012

Sehr nobel, Frau Wagner!

Nachdem die Hürde für einen Bürgerentscheid gegen die Einrichtung eines Dienstpostens „Zweiter Hauptamtlicher Stadtrat“ souverän genommen wurde, öffnet Eleonore Wagner, eine der Initiatorinnen des Bürgerbegehrens, der SPD und den Freien Wählern ein Hintertürchen, durch das sie einer möglichen Blamage für die neue Koalition und einem politischen Desaster für die Freien Wähler entschlüpfen können:

Sie könnten ihren Plan auf einer der nächsten Stadtverordnetenversammlungen einfach aufgeben.

Das ist aller Ehren Wert! Chapeau!

26. Juli 2012

Freie Wähler wollen Stellen in der Verwaltung abbauen

und den verschuldeten Staaten im Süden Europas nicht mehr helfen.*

So sehen die politischen Ziele der Freien Wähler also aus – Leute auf die Straße setzen, Griechenland, Spanien und demnächst Portugal vor die Hunde gehen lassen.

Was sagen die Freien Wähler Kelsterbach dazu? Herr Goy? Herr Isikli? Nichts. Vermutlich. Wie gewohnt. Sie wollen ja eine neue Stelle in der Kelsterbacher Verwaltung schaffen, weil die mit 270 Beschäftigten so hoffnungslos unterbesetzt ist.

*Freie Wähler Hessen zur Landtagswahl. Heute in der Frankfurter Rundschau.

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26. Juli 2012

Erster Stadtrat: „Schluss mit dem Gejammer! Zehn Minuten Lärm sind zehn Minuten zuviel.“

Diese klare Ansage zu den Bemühungen der Luftverkehrswirtschaft, das Nachtflugverbot auszuhöhlen, kommt leider nicht von Kurt Linnert, von dem nan nicht so recht weiß, was er eigentlich tut, außer sich regelmäßig fürs Käseblättchen ablichten zu lassen, sondern von Franz-Rudolf Urhahn aus Mörfelden-Walldorf. Der noch einen weiteren Punkt hat:

Die Fraport brüstet sich – trotz Nachtflugverbot – mit einem Passagierrekord und auf der anderen Seite wird behauptet, dass der Frankfurter Flughafen zum Provinzflughafen verfällt, wenn das Nachtflugverbot nicht aufgeweicht wird.

Dass da irgendwas nicht zusammen geht, dürfte selbst härtesten Ausbaubefürwortern einleuchten. Selbst die Schwarz-Gelben aus Wiesbaden

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