Lärmschutz: BI wirft Ockel Versäumnisse vor

Antwort der BI Kelsterbach auf die Äußerungen von BGM Ockel in der Frankfurter Neuen Presse vom 17. September 2010 „Mit dem aktiven Schallschutz zufrieden“

Von Annerose Tanke, Sprecherin der BI Kelsterbach

Wer verschläft hier was?
Nein Herr Ockel, die BI-Kelsterbach hat ihre Pressemitteilung vom August, die sie in Kelsterbach Aktuell haben drucken lassen, nicht verschlafen. Ganz im Gegenteil! Wir verfolgen ihre Aktivitäten und Äußerungen, soweit es uns ermöglicht wird, sehr genau und hellwach. Sie sind Vorsitzender im Regionalpark Rhein-Main (Hauptsponsor Fraport), Mitglied im Forum Flughafen und Region (im Vorstand Dr. Stefan Schulte Vorsitzender der Fraport AG), Co-Vorsitzender des Expertengremiums Aktiver Schallschutz (Vorsitz Peter Gebauer Deutsche Flugsicherung).

Als Co-Vorsitzender der Expertengruppe Aktiver Schallschutz haben Sie sich über Jahre mit dem 7-Punkte-Lärmpaket auseinandergesetzt. Aus diesem Grund verwundert es uns, dass ihre Äußerungen zum aktiven Schallschutz – bei dem der Lärm an der Quelle reduziert werden soll – folgende Tatsachen nicht mit einbeziehen.
Zwei der vorgeschlagenen Maßnahmen lassen sich nur in verkehrsarmen Zeiten umsetzen, also NACHTS. Soll das Nachtflugverbot etwa damit ausgehebelt werden?
Andere vorgeschlagene Maßnahmen sind lediglich LÄRMVERTEILEND, nicht reduzierend. Wobei sogar von ihrer Seite festgehalten wurde, dass im Nahbereich des Flughafens zusätzliche Belastungen nicht ausgeschlossen werden können.

Bestimmte Maßnahmen sollen getestet werden und den Probebetrieb auf dem Flughafen erst aufnehmen. Eine Lärmminderung wird hier nur erwartet, das Gegenteil aber nicht ausgeschlossen. Aus diesem Grund soll es vermehrt Messungen geben, ob eine Minderung des Lärmes eintritt oder doch das Gegenteil. (In diesem Zusammenhang finden wir es sehr bedauernswert, dass Kelsterbach nicht schon längst viele, über die Stadt verteilte, Messtellen hat, die uns laut 68 er Vertrag von Seiten der Fraport zustehen und auch auf deren Kosten aufgestellt werden müssen, da dieser Vertrag noch nicht außer Kraft gesetzt ist).

Fast alle Bürgermeister haben ihren Bürgern und Wählern sehr deutlich gemacht, was dieses 7 Punkte Lärmpaket für Maßnahmen enthält und was es für ihre Stadt konkret bedeutet. Sie hingegen bleiben ganz allgemein. „ Es wird noch weitere Maßnahmen geben“ schreiben sie. Welche denn und wann? Zum Bodenlärm sagten sie folgendes: „Wir haben uns zur Aufgabe gemacht dieses- gerade für Kelsterbach – wichtige Thema anzugehen“. Wann, in 2 Jahren oder 5 Jahren?
Das Thema Bodenlärm und Lärmschutz für Kelsterbach sollte nicht erst angegangen werden, sondern sollte vielmehr ein ganz wichtiger und ausführlicher Punkt im Kooperationsvertrag (Nachbarschaftsvertrag) mit Fraport sein. Hier hätten Sie ganz gezielt die Möglichkeit als Anbieter (Verkäufer) unseres Waldes, Forderungen zu stellen, und Fraport vertraglich zu verpflichten, für sämtliche Schutzmaßnahmen Kelsterbachs jetzt und in Zukunft, aufzukommen (zumal Keiner weiß welchen Umfang sie umfassen oder was sie kosten werden).

Unter guten Nachbarn dürfte, unserer Meinung nach, eine solche Klausel in einem so weitreichenden Vertrag keinesfalls fehlen!
Vorschläge zur Entlastung zu entwickeln, ist für Kelsterbach in Zukunft leider nicht genug!

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