SÜWAG macht Super-Deal mit Kelsterbach!

Bürger Kelsterbachs, seid nicht dumm: Wechselt möglichst schnell den Stromanbieter, sonst bezahlt Ihr den „tollen“ Deal der Stadt mit der SÜWAG!

Wie man in der aktuellen Ausgabe des Freitagsanzeigers lesen darf – siehe Ausriss – hat die Stadt einen „zukunftsweisenden“ Deal mit der SÜWAG (Teil der berüchtigten RWE) gemacht: „Gemeinsam“ wolle man die Nutzung „regenerativer“ Energiequellen in Kelsterbach voranbringen und dafür ausloten wo in Kelsterbach „Solarenergie, Blockheizkraftwerke und Geothermie“ in Frage kämen. Was sich erstmal gut anhört, hat allerdings einen gewaltigen Haken:  Sämtliche Investitionen zahlt die Stadt Kelsterbach, der produzierte Strom aber wird von der SÜWAG „vermarktet“, sprich: die SÜWAG streicht das Geld für den Strom ein.  Das heißt, die SÜWAG kassiert für: NICHTS.  Halt, nicht ganz: Die Stadt bekommt eine „Garantieverzinsung“ von der SÜWAG. 8% sollen das sein, pfeift’s von den Dächern. Das werden wohl die 8% sein, die die Stadt Kelsterbach für das Investitionsdarlehen aufbringen muss. Und diese 8% plus Aufschlag holt sich die SÜWAG von wem? Vom Stromkunden. Natürlich. Wie sagt Frau Rudy von der SÜWAG so schön zynisch: „wichtig sei es … die Bevölkerung auf ihre Verantwortung zum Energiesparen aufmerksam zu machen“, aber bitte nicht auf Kosten des Stromversorgers, möchte man da hinzufügen.

Krönender Abschluss des Artikels: Nach 20 Jahren gehören die Anlagen, die Kelsterbach bezahlt hat, auch tatsächlich der Stadt Kelsterbach.

Frage: Was soll die Stadt in 20 Jahren mit Energieanlagen, die nicht mehr auf dem Stand der Technik sind? Die Rückbau- oder mit Glück: die Modernisierungskosten übernehmen!

Kann man sich schöner – sorry – verarschen lassen?

Der Autor hat den Stromanbieter bereits gewechselt.

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2 Kommentare to “SÜWAG macht Super-Deal mit Kelsterbach!”

  1. In der Presse klingt das nach einem fertigen Vertrag.
    Wenn dies so ist, dann ist das die SPD Politik nach Gutsherren Art. Nach meinen Erkundungen ist dann diese Entscheidung am Stadtparlament vorbei entschlossen worden. Erinnerung an Herrn Zellers Worte in einer Rede, …“haben wir schon Demokratie gemacht!!!“ Also die Macher hätten wieder mal entschieden !
    Clevere Projektleiter lassen sich erstmal von unabhängigen Beratern aufzeigen was der Markt so alles bietet. Eine Studie wird von einer seriösen Firma erstellt. Danach wird , ebenfalls aus der Studie eine Reihe kompetenter „Partner“ geprüft und der „beste“ für das Projekt ausgewählt.
    Eine Kosten/Nutzen Analyse eingeschlossen bis hin der Konsequenzen auf Laufzeit und rechtlichen Gegebenheiten für die Stadt und ihre Bürger.Hier hat sich anscheinend die SÜWAG ganz geschickt als Helfer angeboten und nutzt hier werbewirksam den „DEAL“ mit Kelsterbach als Vorreiter im Kreis Groß Gerau in der Hoffnung
    weitere Nachfolger schnellstmöglich (ohne weiter geprüft zu werden) unter Vertrag zu bringen.
    Diese Variante der Geschäftsgebaren gleicht der amerikanischen Version des „Back-Leasings“ und ist eine andere Version der Lizenz zum „Geld drucken“ für die SÜWAG (eine Tochter der RWE).
    Das sind auch im Vergleich die Methoden der „Heuschrecken „ mit dem Ziel : kaufe dich (hier mit Dienstleistungen) in schuldenfreie Firmen (hier Städte) ein und „beleihe sie“ zu deinen Gunsten.
    Hoffentlich ist hier geprüft worden, welche Konsequenzen dieses „Geschäft „ auf den Doppik-Haushalt der Stadt Kelsterbach hat . Wie wirkt sich das auf die Rücklagenbildung aus ?
    Hier sind clevere Kaufmänner mit Kenntnissen im Steuerrecht und Vertragsgestaltung gefragt.
    Also hier sei die kritische Frage erlaubt : wem nutzt dieser „Deal“ am meisten ? Geschickte moderne Kundenbindung mit effizienter Gewinnmaximierung für die SÜWAG?
    Die SÜWAG hat eine „BÜRGEN“ für ihre Investitionen gefunden…wir haben einen „Bürge( r )meister“ der mit den „Bürgern“ der Stadt Kelsterbach für die SÜWAG „bürgt“!
    Zu dem Ganzen ist nur noch zu bemerken:
    im Unterdorf von Kelsterbach , beim alten schlauen Bauernadel (leider am aussterben und nicht im Stadtparlament vertreten) hätte man(n) sich sicherlich so geäußert : „wer so Verträsch mescht is mit’m Klammersack gepudert „!
    Noch eine Bemerkung : den Vorschlag des Autors den Stromanbieter zu wechseln ist recht einfach durch „GOOGLE“ mit dem „STROMRECHNER“; sieht man(n) und auch Frau sofort was der Markt bietet. Eine Entscheidung von SÜWAG zu wechseln zeigt das mögliche EINSPARPOTENTIAL.Der Verfasser dieses Schreibens hat das schon vor längerer Zeit erledigt.

  2. Inhaltlich trifft vieles den Nagel auf den Kopf.
    Auch der Kommentar sitzt zielgenau! Eines wurde jedoch vergessen: Es gibt in der Region jede Menge Stromabnehmer für NACHTSTROM. In der sogenannten guten alten Zeit haben die Stromriesen dafür um jeden Preis geworben.Heute gibt es die Wechselmöglichkeit für den hochtariflichen Tagstrom, jedoch nicht für den Nachtstrom. Auf diese Art sind die Nachtstromkunden auf Gedeih und Verderb einem MONOPOLISTEN (in unserem Fall Kelsterbach Süwag/RWE) ausgeliefert!
    Wo bleibt denn hier der versprochene Wettbewerb? Ich nenne das Volksverblödung.

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