De mortuis nil nisi bene – Warum es gut ist, keine FDP in K-bach zu haben

Manchmal muss man aber eine Ausnahme machen. Otto Graf Lambsdorff – Totengräber der sozialliberalen Koalition von ’69 bis ’82 und (Mit-)Initiator einer genadenlosen Privatisierunsgpolitik (heute auch „neoliberal“ genannt) zum Schaden des Bürgers, hat ins Gras gebissen. Sein geistiger Enkel Guido Westerwelle versucht seit Monaten entgegen aller wirtschaftlichen Vernunft, Steuersenkungen zum Wohle der Besserverdienenden durchzudrücken, wie er es seit beinahe 20 Jahren predigt. Ganz in Opas Sinne.

Dieser Lambsdorff war aber nicht nur ein Feind des normalen Bürgers, sondern auch ein Freund der Nazis, wie sich hier zeigt:

Dass Otto Graf Lambsdorff 1952/1953 als junger FDP- Bezirksvorsitzender in Aachen auch ein großes Herz für NS-Kriegsverbrecher hatte, wird in allen Nachrufen verschwiegen. Diese biographische Randnotiz in seinem langen erfolgreichen Politikerleben störte 1999 auch nur kurz die Performance des Chef-Unterhändlers. Am 22. August 1999 wandten sich mit Esther Bejanaro, Peter Gingold und Kurt Goldstein prominente Überlebende der Shoah und der Zwangsarbeit an die Öffentlichkeit und forderten überraschend die Abberufung von Lambsdorff. Sie beriefen sich auf Archiv-Unterlagen, denen zufolge Lambsdorff sich als Bezirksvorsitzender der FDP Aachen 1952/53 „zum politischen Helfershelfer von Nazi-Kriegsverbrechern gemacht” habe. Lambsdorff sei mit Heydrichs Stellvertreter Werner Best aufgetreten und habe eine Generalamnestie für NS-Kriegsverbrecher gefordert. 1952 soll er nach einem Bericht des Bundeskriminalamts (BKA) auch den Kriegsverbrecher Antoine Touseul getroffen haben, der aus einem niederländischen Gefängnis geflohen war und die FDP in Aachen um Hilfe bat. „Lambsdorff ist in seiner Funktion als Verhandlungsführer der Bundesregierung für uns als Überlebende untragbar. Wer Nazikriegsverbrecher trifft, unterstützt, ihre Kampagnen mitträgt und persönlich mit ihnen Veranstaltungen abhält, hat sich disqualifiziert für Verhandlungen mit den Überlebenden der Shoah, der Konzentrationslager und der Zwangsarbeit.“

So erklärt sich vielleicht auch, warum die der FDP zugehörige Friedrich Naumann Stiftung keine Probleme hatte, im Sommer diesen Jahres den Rechtsputsch gegen den legitimen Präsidenten des Landes Honduras, Manuel Zelaya, zum „Amtsenthebungsverfahren“ umzulügen und bis heute unter dem Hessen Wofgang Gerhardt zu unterstützen.

Da fällt der Apfel doch nicht so weit vom Birnbaum…

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