Archive for November, 2009

30. November 2009

Die Sägen kreischen schon wieder

„Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!“,

ließen uns die Einstürzenden Neubauten Fehlfarben (danke T.R.) in den 80ern wissen. Nur: wohin dieses ominöse „voran“ führt, das wusste damals noch keiner. Heute weiß man’s schon ein bisschen besser: Hinter dem Nebel hebt die  „Diktatur der Ökonomisierung“ ihre hässliche Fratze und wird immer klarer erkennbar. Die Mächtigen üben immer willkürlicher und rücksichtsloser ihre Macht aus. Früher oder später werden sie nicht mehr nur über (Baum-)leichen gehen.

Flughafen Kassel-Calden

Bäume fallen für neue Piste

Mit der Rodung eines Wäldchens hat am Montag die heiße Phase im Ausbau des Flughafens Kassel-Calden begonnen. Forstarbeiter pflügten mit schwerem Gerät erste Schneisen in ein Waldgebiet an der Bundesstraße 7, die für die Rollbahn-Erweiterung verlegt werden muss. Hunderte oft mehr als 100 Jahre alte Laubbäume und Nadelhölzer werden für den Ausbau des Rollfeldes in den nächsten Monaten gefällt. Insgesamt wird eine Waldfläche so groß wie etwa 70 Fußballfelder vernichtet, teilte der Flughafen-Betreiber mit. Der Schaden werde aber ausgeglichen, indem in der Umgebung wieder Wald aufgeforstet und beispielsweise großflächig Ackerland in Wiese umgewandelt werde. (mehr hier)
28. November 2009

Merkels Berlin ist nicht Kochs Wiesbaden. Oder am Ende doch?

Das Verhalten Jungs steht beispielhaft für die hessische CDU-Polit-Kamarilla.

„Gott sei Dank!“, möchte man als Stoßgebet zum Himmel schicken. Denn sonst klebte der politisch verantwortliche, ehemalige Verteidigungsminister in Berlin noch immer an seinem Stuhl als Arbeitsminister. Uneinsichtig genug hat er sich gestern gezeigt. „Mutti“ (wie Merkel koalitonsintern genannt wird) musste Jung klar machen, dass er nicht mehr zu halten ist und dass er zu gehen habe. Er ging. Ohne Entschuldigung, ohne Schuldbewusstsein. Aber „Mutti“ ist eben nicht ganz Koch. Und deshalb steht der Groß Gerauer CDU-Bundestagsabgeordnete Jung jetzt nicht in der Ecke und schämt sich ein wenig, sondern  im Aus. Vollkommen zu Recht.

Doch in Wiesbaden wäre das nicht passiert. Da hätte Koch mit „seinem Freund“ Jung, der schon einmal – in der CDU-Spendenaffaire – den Kopf für ihn hingehalten hat „die Sache“ (mindestens 140 Tote, darunter Kinder

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25. November 2009

Neinnein, BI, so geht das aber nicht!

Dass das halbamtliche Organ der Stadt, „Kelsterbach aktuell“, sich schonmal weigert, ihr – oder der Stadt – nicht genehme Berichte abzudrucken, das weiß man nicht nur bei der BI, sondern auch bei der WIK schon lange.

Zwar ist Kritik an den Machthabern in dieser Stadt nicht grundsätzlich verboten, aber sie hat gefälligst so moderat zu sein, dass die Damen und Herren sich nicht auf die Füße getreten fühlen könnten.

Zum Glück gibt es aber heute Wege in die Öffentlichkeit, die unabhängig sind von willfährigen Redaktionen und deshalb veröffentlichen können, was sie für wichtig und richtig halten. Wie z.B. den folgenden Text der Bürgerinitiative Kelsterbach:

Regiert Herr Bürgermeister Ockel in Koch-Manier?

Hartmut Blaum, Stadtarchivar und verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt, publizierte letzte Woche eine Meldung, die auf den ersten Blick harmlos erscheint, aber in Wirklichkeit einmal mehr Fragen nach den demokratischen Gepflogenheiten in dieser Stadt aufwirft und den Bürger aufhorchen lässt.

In der Meldung ist die Rede davon, dass der Erste Stadtrat Linnert etwas mehr als 22 Mio Euro aus dem Waldverkauf in den Haushalt 2010 eingebracht hat. Woher kommt dieses Geld? Auf welcher rechtlichen Grundlage nimmt die Stadt es ein? Offensichtlich

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24. November 2009

Die Machenschaften von Roland „Berlusconi“ Koch

Unter den Stichworten „Nachtflugverbot“, „Steuerfahnderaffaire“, „ZDF-Brender“ und „Keine Äpfel für hesssiche Schulkinder aber zig Millionen für eine private Hochschule“ findet sich das ganze schmähliche Wirken der hessischen Landesregierung.

Vielleicht sollte Herr Koch den bekannten Psychiater ujd Steuerfahnderbegutachter Thomas Holzmann einfach auf alle Leute ansetzen, die ihm nicht passen: zuerst auf Nikolaus Brender. Den kann er zum paranoid querulatorischen Charakter erklären lassen und so von seinem Chefredakteurssessel beim ZDF befördern. Dazu braucht der Holzmann den Brender nichtmal zu sehen. Der schreibt sein Gutachten vor der Glotze.

Natürlich geht da nichts ohne die FDP unter der Kameradschaft Hahn-Posch, die die Schweinereien der CDU deckt, trägt und unterstützt.

Selbst in Besserverdienergemeinden wie Hofheim regt sich Widerstand, werden Stimmen laut, die sich gegen die Koch-Kamarilla empören: „Der Koch verweigert den Kindern das Obst, steckt aber gleichzeitig zig Millonen in private Projekte.“ Gemeint war damit die Unterstützung der privaten Hochschule in Wiesbaden.

Googlen ist gar nicht so dumm. Da kommt der ganze Dreck ans Tageslicht. Viele Ergebnisse von der „Frankfurter

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23. November 2009

Lärm und Dreck aus Süd, Gift aus Ost

Ha! Wir Kelsterbacher sind doch ein von Gott gesegnetes Völkchen!

Je nach Windrichtung und Wetterlage werden wir entweder von der Fraport mit Lärm terrorisiert oder von Hoechst mit übel riechenden – wenn wir Glück haben – oder nicht wahrnehmbaren Giften beschenkt.

Neueste Informationen besagen, dass die neu erstellte Müllverbrennungsanlage am 15. Dezember befüllt werden soll und es dann losgeht mit der neuesten Menschenvergiftungsanlage im Rhein-Main-Gebiet.

Kelsterbacher, Sindlinger: Freut Euch auf Stickoxide, Feinstaub und was die EBS sonst noch zu bieten hat, z.B. Lärm und Abgase von Tausenden von LKW, die zur Beschickung der Anlage den Müll aus ganz Europa herankarren.

Eltern von Kleinkindern, die ihr bisher sorg- und interesselos in Kelsterbach gelebt habt: Schonmal was von den Segnungen des Pseudo-Krupp gehört? Viel Spaß in der Zukunft, wenn ihr nächtens Angst haben werdet, dass eure Kinder ersticken!

22. November 2009

Auf den Punkt gebracht

Der Lead-In zum untenstehenden Artikel müsste noch ergänzt werden um den Namen „Fraport“. Dann wäre er perfekt.

Angst frisst Vernunft auf

Von Robert Kurz

Opel, Arcandor und Co. Belegschaften überbieten sich mit Zugeständnissen an die Manager. Das hilft weder den Betrieben noch der Konjunktur

Was braucht der Kapitalismus jetzt wie der Verdurstende eine Wasserstelle? Zahlungskräftige Nachfrage! Die hat er allerdings durch seine eigenen Funktionsmechanismen ausgetrocknet. Es ist das alte Lied vom inneren Widerspruch, das in immer schrilleren Tönen erklingt: Die den Gesetzen der Verwertungslogik unterworfenen Menschen sollen am besten für Gotteslohn arbeiten bis zur Erschöpfung, sparen wie die Weltmeister für ihr Alter, gleichzeitig mit vollen Händen Geld ausgeben als Konsumenten.

Die neoliberale Angebotspolitik nahm sich des Widerspruchs auf ihre Weise an, indem sie Kostensenkung um jeden Preis verlangte. Bei einem verbilligten Angebot

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18. November 2009

Fraport spart – Arbeitnehmer zahlt

Die Frankfurter Rundschau titelt „Fraport gibt Jobgarantie bis 2018“. So wird die Schwäche der Gewerkschaft ver.di übertüncht, die sich fragen lassen muss, ob sie nun Arbeitnehmer- oder nicht eher Arbeitgeberinteressen vertritt.

Denn das angestrebte und nun auch erreichte Sparziel der Fraport von 42 Millionen Euro bezahlen die Beschäftigten allein. Mit Lohnkürzungen von 8-10 Prozent und mit 30% weniger Lohn für neu eingestellte Kollegen. Deren Weihnachtsgeld wird in Zukunft auch nur noch ein Drittel der bisher gezahlten Gratifikation betragen.

„Das ist eine bittere Stunde für jemanden, der schon bei der Entstehung der übertariflichen Leistungen dabei war“, sagt Betriebsrat Stejskal. […] Als Betriebsrat sei er eigentlich gewählt, um Verbesserungen für die Belegschaft zu erreichen. Auf der Tagesordnung stünden aber nur Abwehrkämpfe, wie in vielen anderen Unternehmen auch. Ursache sei der ruinöse Wettkampf der Airlines, der mit Überkapazitäten geführt werde, letzten Endes auf dem Rücken der Beschäftigten.

Warum ver.di zur Erhaltung und Verbesserung

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17. November 2009

November Rain

Katzencontent ist ja sehr beliebt in deutschen Blogs. Hin und wieder zumindest. Deshalb heute auch hier mal wieder nach langer Zeit:


Ikkie und Wahoo gehen zur Zeit gar nicht gerne raus, was wohl verständlich ist und das kleine Pünktchen hat sich tatsächlich so in die Decke geschafft und selig geschlafen bis der Trampel mit der Fuji S8000 kam… 🙂

17. November 2009

Hofgut Klaraberg – Abriss hat begonnen

Allen Bemühungen zum Trotz, wenigstens eine so genannte archäologische Notgrabung am Klaraberg zu erreichen, lässt die Fraport seit ca. einer Woche den altehrwürdigen Klaraberg platt machen.

Das Wohnhaus ist bereits entkernt:

So endet eine wechselvolle, 700-jährige Geschichte

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17. November 2009

Mit knapper Not

entging dieser kleine Kerl gestern Abend seinem Schicksal:

Äußerlich unverletzt überlebte er seine „Gefangennahme“ durch die Katze und die Verschleppung ins Haus, wo er den Bediensteten der Katze vor seiner Verspeisung präsentiert werden sollte. Doch die hatte die Rechnung ohne die Gewitztheit des Kleinen gemacht und er konnte ihr entkommen: flitzte durchs Wohnzimmer unter die Gardine an der Terrassentür und versteckte sich dort. Die Katze indes suchte noch immer in der Küche nach ihm.

Während die eine Katzenbedienstete dieselbe lobte und belohnte für ihren tollen Fang – wie man das so machen soll, schnappte sich der andere eine Spekulatiusschachtel (Weihnachten sei Dank!), stülpte sie über den grade mal fünf Zentimeter großen Racker, um ihn zu schützen und wieder aus dem Haus transportieren zu können.

Hoffentlich hat er draus gelernt und ist in Zukunft vorsichtiger…