Archive for September 30th, 2009

30. September 2009

Angebliche Umzugsabsichten der Condor – Teil einer fein orchestrierten Erpressungsstrategie?

Condor ist eine der bekanntesten deutschen Charter-Fluggesellschaften. Die Geierfluglinie steht vor allem für Ferien- und Fernreisen. Mit knapp sieben Millionen Passagieren im Jahr und über 70 Zielen in Europa, Asien, Afrika und Amerika ist sie eine der führenden Freizeitfluggesellschaften der Welt.

Lufthansa hielt bis September 2007 24,9 Prozent an der Gesellschaft. Seit Anfang Februar 2009 ist Thomas Cook alleiniger Gesellschafter.

Auch diese Firma hat selbstverständlich keinerlei Interesse an einem Nachtflugverbot und umso mehr am Volllastbetrieb auf der neuen Landebahn Nordwest, genauso wie am übrigen Flughafen. Ebenso wie die Lufthansa Cargo, die pikanterweise im selben Gebäudekomplex Am Grünen Weg in Kelsterbach residiert, und schon vor Wochen mit ihrem Weggang von FRA und damit auch aus Kelsterbach gedroht hat. Mit möglichen, entsprechenden Folgen für die hier ansässigen Speditionen.


Hier werden von der Luftverkehrswirtschft Druckpunkte gesetzt, die der Stadt Kelsterbach und der näheren Umgebung weh tun: Für Condor ist es ganz offensichtlich vollkommen widersinnig, einen Standort zu

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30. September 2009

Condor: Lärmverursacher will vor eigenem Dreck davonlaufen

Fluggesellschaften sitzen mit ihren Büros gerne nahe am Flughafen. So logiert die Zentrale der Ferien-Fluggesellschaft Condor Am Grünen Weg in Kelsterbach in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Airport. Doch manchmal kann Nähe auch unangenehm werden. Angesichts der neuen Landebahn bei Kelsterbach überlegt sich nun das Unternehmen, aus Kelsterbach von der Einflugschneise – die mit der neuen Piste noch näher rückt – wegzuziehen. Eine Option könnte dabei auch der Umzug ins nicht weit entfernte Neu-Isenburg sein. Ein Unternehmenssprecher bestätigt: «Ja, wir denken über einen Umzug nach.»

Nein, es reicht nicht, dass die Stadt Frankfurt ihren Flughafen seit Jahrzehnten auf fremdem Gebiet erweitert. Es ist nicht genug damit, dass die Bevölkerung von der Luftfahrtindustrie mit dem Versprechen Zehntausender Jobs in Geiselhaft genommen wird. Man sieht sich auch nicht gebunden an die mühevoll ausgehandelten Ergebnisse der Mediation. Man tut nichts, um die Lärmbelastung für die Menschen wenigstens ein bisschen zu reduzieren. Vom übrigen Dreck, den die neue Landebahn verursachen wird, spricht man erst gar nicht.

Statt dessen werden Sparprogramme angekündigt, die nur ein Ziel haben: Arbeitsplatzabbau und Lohndumping. Man will gegen das VGH-Urteil in Revision gehen, um sein eigenes Versprechen vom Nachtflugverbot zu kippen. Man schiebt hanebüchene Gründe vor, um lärmreduzierende Maßnahmen nicht durchführen zu müssen.

Der Gipfel der Verhöhnung der Bevölkerung aber wäre der Wegzug ausgerechnet einer Fluggesellschaft, die wesentlich von der neuen Landebahn profitieren wird, aber mit ihren negativen Folgen offenbar weder etwas zu tun haben, noch mit ihnen leben will.

Mehr als verständlich ist daher, was Kelsterbacher Bürger angesichts solcher Meldungen empfinden: Kalte Wut.