Finanzlöcher in K-bachs Haushalt vorprogrammiert

Update: 40% weniger Gewerbesteuer für Frankfurt

Dass die Krise auch an Kelsterbach nicht spurlos vorbei geht, weiß jeder, dem die Abhängigkeit der Stadt von der kriselnden Luftverkehrswirtschaft und der an ihr hängenden Logistik-Branche klar ist.

Insofern sollten bei der Stadt die gelben Lämpchen mittlerweile aufgeleuchtet haben:
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wie auch bei den Vermietern von Wohnungen in Kelsterbach:
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Es wird zu Rückgängen der Einkommenssteuereinnahmen und Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt und zu verminderten Mieteinnahmen für private und öffentliche Wohnungseigentümer kommen.

Ob es in dieser Situation für die Stadt Kelsterbach finanzpolitisch vernünftig ist, Assets (Tafelsilber) in Form von 122 ha Wald- und Gewerbefläche für 12 Mio Euro zu verscherbeln (Erinnerung: Radeberger zahlt Bad Vilbel für ein Sechstel der Fläche das Doppelte!), darf mit Fug und Recht angezweifelt werden.

Denn: Was einmal weg ist, ist weg, lässt sich auch nicht mehr als Sicherheit für etwaige Darlehen einsetzen und ist einfach so „verfressen“, um es mal salopp auszudrücken.

Die kommenden Löcher im Kelsterbacher Haushalt werden sich so nicht stopfen lassen, denn die Stadt will ja von dem Geld aus dem Fraport-Deal Schallschutzmaßnahmen, die Renaturierung des Kelstergrundes und andere Maßnahmen finanzieren.

Wer also einigermaßen buchhalterisch zu denken gewohnt und in der Lage ist, der wird das Eckpunktepapier in seiner jetzigen Form ablehnen, es auf die Enteignung der Landebahnfläche ankommen lassen und die Immobilien der Stadt als Sicherheit erhalten.

Ob und wie viele Stadtverordnete zu dieser Einsicht gelangen, wird sich zeigen: am 21. September tagt das nächste Stadtparlament.

Wie sagten unsere Großmütter? „Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not.“

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2 Kommentare to “Finanzlöcher in K-bachs Haushalt vorprogrammiert”

  1. Warum hat Ockel bisher nicht von der Fraport verlangt, den Kelsterbachern die Millionen Euro an wegfallenden Ticona-Gewerbesteuern zu ersetzen? Der Wegfall von Glanzstoff und Ticona, bei zukünftig völliger Abhängigkeit von der Luftverkehrswirtschaft und deren Logistik wird den Kelsterbacher Stadtsäckel schwer schaden. Man kann mit einem Dieb, der bereits das halbe Haus geplündert hat, keine gutnachbarschaftliche Beziehung pflegen.
    Wie können die Verantwortlichen Ticona und Mönchwaldfrevel so schnell vergessen?

  2. Viel schwerer wiegt, dass den Kelsterbachern selbst das Schicksal ihrer Stadt offenbar am Allerwertesten vorbei geht: 63% sind nicht zum Bürgerentscheid gegangen…

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