Archive for Juli 15th, 2009

15. Juli 2009

Wem ist zu trauen?

Auf wen kann man sich als vergleichsweise machtloser Bürger verlassen? Wem sollte man sein Vertrauen schenken? Denen, die auch nach Jahren der Enttäuschung wie eine hörige Geliebte immer wieder ins Bett des Tyrannen kriechen in der Hoffnung auf Besserung, oder denen, die die Täuschungen, Enttäuschungen, Hinhaltungen und leeren Versprechungen satt haben und sich die hohlen Phrasen höchstens noch vor Gericht anhören wollen?

Es gibt Leute, die verlassen sich darauf, dass in solchen Quasselveranstaltungen wie dem FFR – der von den Profiteuren des Ausbaus bestimmt und dominiert wird und in dem die Vertreter der Bürger wie Bittsteller erscheinen, die sich mit den Brosamen zufrieden zu geben haben, die vom Tisch der Mächtigen herunter fallen – irgendwann irgendwie irgendwas Brauchbares für die Lärm geplagte Bevölkerung heraus kommen wird.  So wie man sich ein Jahrzehnt lang im RDF hinhalten lassen musste.

Man darf gespannt sein, wie lange es noch dauert, bis das so genannte „Umwelthaus“ das nach Kelsterbach ins ehemalige Enka-Gelände ziehen und vom Land mit „großzügigen“ 500.000 Euro gesponsert werden soll, den Kelsterbachern von ihrem Bürgermeister als sein Erfolg verkauft wird…

Lärm in K-bach, Friedrich-Ebert-Str.

Lärm in K-bach, Friedrich-Ebert-Str.

(Kommentar zum Bild: Die jetzige Ferienzeit mit ihrem verstärkten Aufkommen an Ferienfliegern gibt uns jedenfalls schonmal einen schönen „Ausblick“ darauf, wie es ab 2011 mit der neuen Bahn und mehr Verkehr sein wird: Durch trickreiche Arithmetik wird der Lärm kleingerechnet, so dass im Schnitt „alles im grünen Bereich“ ist. Wer aber hier lebt, der hört, was Sache ist. Jeder Politiker, der sich auf schön gerechnete Statistiken beruft, sollte an seinen Ohren hierher gezerrt werden, damit er ein reales Bild der Belastung gewinnt. So weit, so persönlich.)

Es gibt da aber auch Leute wie die Bürgermeisterin Munck aus Hochheim,

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15. Juli 2009

68er Gutachten: Warum erst jetzt, Herr Bürgermeister?

Das Bürgerbegehren ist vorbei und gescheitert, der Bürgermeister mit einem blauen Auge davon gekommen – und plötzlich tauchen zwei zum 68er Vertrag gehörende Gutachten auf, die bei der Stadt irgendwie als „unauffindbar“ galten.

Warum die Gutachten der Professoren Kraege und Reichow bis gestern im städtischen Archiv schlummerten, wird jedem klar, der sie gelesen hat.

Download: Gutachten Kraege 1968, Gutachten Reichow 1967.

Interessant am Gutachten von Professor Reichow ist unter anderem, was er zur Schutzfunktion von Wald zu sagen hat: z.B. wie hoch und wie beschaffen eine Lärmschutzmauer sein muss, um die Schalldämmung von Wald zu erreichen. Dagegen nehmen sich die Pläne der Stadt, dem Hasenpfad eine 4m Mauer zu spendieren wie ein schlechter Witz aus. Ein ganz schlechter.

Auch wenn der Verdacht, dass hier wichtige Informationen zum 68er Vertrag von der Stadt bewusst zurück gehalten wurden,

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