Was da noch zu klären wäre (4)

Was lernen eigentlich die Kelsterbacher Parteien CDU und SPD aus dem Ergebnis des Bürgerbegehrens?

Dazu ein Vergleich mit der vier Wochen vorher durchgeführten Europawahl, die sich besonders gut dafür eignet, weil sie eine fast gleich hohe Beteiligung von 36% aufwies.

CDU und SPD hatten gemeinsam dazu aufgerufen, mit „Nein“ zu stimmen beim Bürgerbegehren. Dieser Wahlempfehlung folgten 1371 Kelsterbacher. Bei der Europawahl stimmten für diese beiden Parteien noch 1708 Bürger der Stadt. Das heißt, die beiden „Großen“ verloren bei der für Kelsterbach wichtigen Entscheidung das Vertrauen von 337 Bürgern (= minus 20%!) in die Richtigkeit ihrer Politik.

Gegenüber den 2212 Kelsterbachern, die das von SPD und CDU durch die Stadtverordnetenversammlung gepeitschte Eckpunktepapier ablehnten, verloren die „Großen“ sogar 504 Stimmen: Die CDU hatte es bei der Europawahl auf 880 und die SPD auf 828 Stimmen gebracht.

Damit haben die Gegner des Eckpunktepapiers rund 30% mehr Stimmen auf sich vereinigen können, als CDU und SPD zusammen bei der Europawahl!

Auch in diesem Zusammenhang ist der Kommentar zu verstehen, den K.T Heck vom Darmstädter Echo nach dem Bürgerbegehren abgab, in dem er die Kelsterbacher Parteien vor möglichen „erdrutschartigen Veränderungen“ warnte, sollte es ein simples „Weiter so“ von Bürgermeister Ockel (und der Stadtverordnetenversammlung) in Sachen Eckpunktepapier geben.

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