Infoveranstaltung der Ausbaugegner – Knallbonbon zum Schluss

Rund 180 Kelsterbacher fanden sich gestern abend im Fritz Treutel Haus zusammen, um sich über den neuesten Stand der Dinge in Sachen Flughafenausbau zu informieren.

In verschiedenen Vorträgen sprachen die Initiatoren des Bürgerbegehrens Wagner und Hörner, sowie Jens Wiegand und Annerose Tanke über verschiedene Aspekte des geplanten Flughafenausbaus.

Vielen Kelsterbachern dürfte bis heute nicht klar gewesen sein, wie groß die Flächen eigentlich sind, die von der Stadt an die Fraport verhökert werden sollen, wenn das Bürgerbegehren, wie von der Stadt und der SPD gewollt, scheitert.

In seinem Beitrag machte Jens Wiegand klar, dass die Fläche beinahe doppelt so groß ist, wie das Gelände, das bei einer Enteignung verloren ginge.

Annerose Tanke schilderte anschaulich die Gefahren für den Flugverkehr durch Vogelschlag, welcher durch die neuen Flugbahnen und -höhen entstehen wird.

Bruno Zecha von der WIK verlas die Stellungnahme des verhinderten Hans Beck zu den Vorwürfen, die ihm in der letzten „Kelsterbach aktuell“-Ausgabe gemacht werden.

Wie man Widerstand nicht nur gegen den Ausbau eines einzelnen, sondern gegen alle Flughäfen eines Landes organisieren und welche Strategien und Taktiken man dazu anwenden kann, erläuterten zwei aus England angereiste Vertreter der dortigen Widerstandsgruppen Plane Stupid und Aiport Watch.

Der Knaller des Abend jedoch kam – wie bei jeder gelungenen Veranstaltung – zum Schluss: Offenbar plante die Stadt die erste ihrer „Informationsveranstaltungen“ zum Eckpunktepapier/Bürgerbegehren für das Gebiet „Hasenpfad“ am 22. diesen Monats. Die Eigentümer von Grundstücken und Immobilien erhielten wohl auch eine Einladung, nicht aber die Bewohner des Viertels. Begründet wurde diese grandiose Fehlleistung seitens der Stadt mit einem angeblichen Versagen des Briefzustelldienstes.

Das kann man glauben oder nicht.

Sehr wohl gefühlt haben dürfte sich der Mitarbeiter des Büros des Bürgermeisters, der – flankiert vom Rechtsanwalt der Stadt und in welcher Funktion auch immer, vielleicht als Berichterstatter für „Kelsterbach aktuell“ – im Publikum saß, ob dieser Blamage wohl kaum. Professionalität sieht jedenfalls anders aus.

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