Alles Quatsch? Alles Propaganda?

Sehr souverän klingt es nicht, was Herr Fislake, der Rechtsanwalt der Stadt, zu den Vorhaltungen seitens der Ausbaukritiker zu sagen hat. Statt zu begründen, warum er der Stadt riet, ihre Klagen ruhen zu lassen, ereifert er sich gegenüber der Frankfurter Rundschau „Alles Propaganda, alles Quatsch“ und unterstellt den Initiatoren des Bürgerbegehrens damit indirekt, ihre Mitbürger nicht richtig zu informieren.

Dabei wäre es die Aufgabe der Stadt und ihres Vorstehers Ockel, die Bevölkerung aufzuklären und ihre Beschlüsse zu erläutern. Genau dies ist nicht geschehen und hätte Möller-Meinecke, der Anwalt der Ausbaukritiker, den Beschluss der Stadt nicht öffentlich gemacht, wann hätten die Bürger denn davon erfahren? Im Juni, wenn die Verhandlungen vor dem 11.Senat in Kassel beginnen und die Stadtvertreter sich im Zuschauerraum neben interessierten Kelsterbachern niedergelassen hätte, statt vorn, da, wo die Musik spielt?

Es ist schlecht bestellt um die Informationspolitik der Stadt Kelsterbach. Warum das so ist, darüber lässt sich trefflich spekulieren. Einer jedoch steht dabei immer im Mittelpunkt: Manfred Ockel, der verantwortliche Bürgermeister.

Dass der Beschluss, die Klagen ruhen zu lassen, gerade mal einen Tag nach der Übergabe der Unterschriften zum Bürgerbegehren gefasst wurde, hinterlässt jedenfalls einen äußerst faden Nachgeschmack und der riecht nach einer fein abgestimmten Strategie zwischen Anwalt und Magistrat.

Was bleibt? Die Hoffnung auf andere Musterkäger wie z.B. Neu-Isenburg, das jetzt als Musterkläger für Kelsterbach nachrückt und das Bewusstsein, dass auch hier in Kelsterbach eines Tages gewählt wird: sowohl das Stadtparlament wie auch der Bürgermeister.

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