Seien wir ehrlich

Der Flughafenausbau, so er denn vom Hessischen Verwaltungsgericht im zweiten Halbjahr 2009 genehmigt würde (denn noch ist er es nicht!), hätte große Vorteile für die Stadt Kelsterbach.

Abgesehen davon, dass die Wiesen zwischen Kelsterbach und Raunheim, die bisher vollkommen nutzlos als Industriebrache vor sich hinschlummerten und nur von Menschen zum Spazierengehen, Hundeausführen, Drachensteigenlassen, Gleitschirmfliegen, schlicht: zur Erholung genutzt wurden, werden

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nun endlich einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden, indem sie der Logistikwirtschaft zur Verfügung stehen… und  private Profite steigern. Aber es gibt noch mehr, das einmal gesagt werden muss.

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Zum Einen wird sich die Stadt Kelsterbach in diesem Sommer – und auch in Zukunft, wenn es nach den Wünschen der Fraport geht – keinerlei Sorgen mehr machen müssen um mögliche Waldbrandgefahren im städtischen Bannwald.

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So werden Hunderte von Insektenarten und viele andere Tiere vor einem grausamen Flammentod bewahrt. Im Übrigen wird man sich seitens der Stadt Kelsterbach überlegen können, den Etat „Forst“ aus dem Haushaltsplan zu streichen, nachdem der Fraport eigene Förster reiche „Ernte“ gehalten hat- wie es im Fachjargon heißt.

Zum Anderen, – die nächste Gelegenheit, die sich aus dem Bau der Landbahn Nordwest ergibt –  kann die Stadt Kelsterbach sich ein ganz neues Geschäftsfeld erschließen – und zwar im „Taubengrund“.

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Denn, welcher Kelsterbacher Staddtteil  eignete sich nicht nur vom Namen her, sondern auch von seiner Lage, zu dem Zentrum für Gehörlose in der Bundesrepublik Deutschland zu werden? Infrastruktur und Verkehrsanbindung sind, bescheiden ausgedrückt, vorhanden, um nicht zu sagen optimal:

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Last but not least noch ein Wort zu der Dame, die den Flughafenausbaugegnern auf der Pressekonferenz anlässlich der Unterschriftenübergabe in Sachen Bürgerbegehren schwere Vorwürfe machte: Ja, liebe Frau SchB (Name ist derRedaktion bekannt), Sie haben Recht. Die Leute, die Unterschriften zum Bürgerbegehren sammelten, sind absichtlich ins Altenwohnheim gegangen und haben senile, altersdemente Menschen dazu verführt, ihre Unterschrift für das Bürgerbegehren zu leisten, ohne, dass sie wussten, was sie taten. Damit stehen sie allerdings in der Tradition des von vielen aus diesen Generationen noch verehrten Reichspräsidenten von Hindenburg, dem man nachsagte, er unterschreibe jedes Butterbrotpapier, das man ihm vorlege.

Aber damit nicht genug. Die Ausbaugegner fliegen nicht, wie Sie behaupteten „5-mal im Jahr von Rhein-Main aus in den Urlaub“, sondern 10 mal. Und zwar jeder Einzelne. Ohne Rücksicht auf arme Lufthansa-Angestellte, die 40 Jahre lang über dem Vogelsberg ihre Warteschleifen drehten…

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