Verheerende Niederlage und Quittung für Selbstherrlichkeit, Arroganz und Bürgerferne
Update 28.03. 2010: Nach Auszählung aller Stimmzettel stellt sich die Situation anders – und enttäuschend – für die Kelsterbacher Opposition dar. Man sollte eben doch den Tag nicht vor dem Abend loben oder ein Spiel für beendet halten, bevor der Schiri abgepfiffen hat: Zwar bleibt es bei der heftigen Klatsche für die Kelsterbacher “Sozialdemokraten”, aber sie haben einen potentiellen Koalitionspartner gefunden: die Freien Wähler. Das vorläufige Endergebnis sagt, dass die SPD 17, die Freien Wähler 3, die EUK 1, DIE LINKE 1, die CDU 7 und die WIK 8 Sitze in der neuen Stadtversammlung haben werden.
Damit ist klar, dass die Opposition aus CDU, WIK und der neu eingezogenen LINKEN ihr Wahlziel verfehlt haben und die SPD weiter regieren kann wie gehabt. Schade. Für Kelsterbach. Für die demokratische Kultur in dieser Stadt.
Nach dem vorläufigen Ergebnis verliert die SPD ihre absolute Mehrheit im Kelsterbacher Stadtparlament und fährt mit 43% ein für ihre Verhältnisse katastrophales Ergebnis ein.
Es ist bisher nur ein Trendergebnis. Aber: 11 (!) Prozent Minus wird die SPD in der detaillierten Stimmauszählung nie und nimmer ausgleichen können! Die gleichzeitigen Stimmenverluste der CDU mit ebenfalls beachtlichen 5% lassen nur einen Schluss zu: Die Bürger von Kelsterbach haben die Machenschaften um den Waldverkauf und das allzu lange, willfährige Verhalten der CDU nicht vergessen und diesen beiden großen Parteien dafür die Rechnung präsentiert.
Über 25% für die WIK (zukünftig zweitstärkste Kraft im Parlament!) und beinahe 6% für DIE LINKE sprechen eine Sprache, die deutlicher nicht sein kann. Die Verdopplung der Stimmen für die WIK und der Einzug der LINKEN aus dem Stand sind eine Ohrfeige nicht nur für die etablierten Kelsterbacher Parteien, sondern auch und in allererster Linie für den SPD-Bürgermeister Ockel.
Die Zeiten, in denen eine bräsige SPD mit ihrer absoluten Mehrheit die Vorlagen aus dem Bürgermeisteramt durchwinken konnte, sind vorbei: Rein rechnerisch ergibt sich eine Mehrheit im Stadtparlament für WIK und CDU. Es keimt Hoffnung auf eine bürgernahe, ehrliche, klüngelfreie und transparente Politik in Kelsterbach.

